2010 überreichte Marina Friedt, Vorsitzende des DJV Hamburg, den Preis an Timo Großpietsch und an Wolfgang Uchatius.

Der Erich-Klabunde-Preis

Der Erich-Klabunde-Preis wurde 1957 erstmals vergeben und zählt zu den ältesten deutschen Journalisten-Preisen. Mit diesem Preis wird sozial engagierter Journalismus ausgezeichnet.

Die Entscheidung der Jury für die Preisvergabe 2010 ist gefallen.
Der Preis geht an Timo Großpietsch (NDR) für seine TV-Reportage
"Der Schulleiter - lehren, lachen, leiden" und an Wolfgang Uchatius
(DIE ZEIT) für die Reportage "Wenn das Ich sich auflöst".

Timo Großpietsch bietet mit seiner Kamera einen ungeschönten Blick auf den Schulalltag und zeigt, welche Aufgaben der engagierte Schulleiter der Barmbeker Schule Fraenkelstraße neben seinem Unterricht und seiner Verwaltungsarbeit bewältigen muss. Nach Meinung der Jury leistet der Autor mit seiner Reportage einen ganz eigenen Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte.

In der berührenden Zeit-Dossier-Reportage "Wenn das Ich sich auflöst" von Wolfgang Uchatius steht ein an Alzheimer erkrankter Protagonist im Mittelpunkt. Durch die profund wissenschaftliche Darstellung wird vor allem in den ergänzenden Informationen die gesellschaftliche Dimension der Krankheit deutlich. Die Jury beeindruckte insbesondere, dass es dem Autor gelang, der Hauptperson sehr nahe zu kommen und ihr zugleich ihre Würde zu lassen.

Der Jury gehörten, neben Bischöfin Maria Jepsen, Juliane Eisenführ, Leiterin NDR 90,3, die Direktorin der Akademie für Publizistik Annette Hillebrand, der Klabunde-Preisträger und „Spiegel“-Autor Bruno Schrep, Fernseh-Journalist Dr. Martin Wilhelmi sowie die DJV-Vertreter Marina Friedt und Peter Jebsen an.

Der Erich-Klabunde-Preis wurde als feierlicher Höhepunkt auf dem 61. Hamburger Presseball am 23. Januar 2010 von der Vorsitzenden des DJV Hamburg Marina Friedt überreicht. Die diesjährige Laudatio hielt die Fernsehjournalistin Judith Rakers (ARD/NDR).

Weitere Informationen zum Erich-Klabunde-Preis finden Sie unter: www.djv-hamburg.de.