Die Historie

Der Hamburger Presseball wurde am 17. Januar 2009 zum 60. Mal gefeiert. Das war Anlass genug, um in seiner Historie zu stöbern.

Der Ball hat eine lange Tradition. Der erste Ball wurde 1901 in Sagebiels Etablissement an der Drehbahn als „Ball für Schriftsteller und Bühnenkünstler“ gefeiert. Nach dem Ersten Weltkrieg ging es ins Curiohaus. 1950 flanierten die Hamburger zum ersten Nachkriegsball durch das Hotel Atlantic. Von 1974 bis 1994 feierte die Stiftung der Hamburger Presse den Presseball mit bis zu 3.000 Gästen im CCH. 1995 kehrte der Ball ins Hotel Atlantic zurück.

Von Anfang an war der Hamburger Presseball ein Wohltätigkeitsball, dessen Überschüsse ursprünglich für bedürftige Kollegen bestimmt waren. 1982 wurde die Satzung um einen zusätzlichen Stiftungszweck erweitert, so dass mittlerweile der Hauptanteil der Zuwendungen in die journalistische Ausbildungsförderung fließt. Über all die Jahre konnten mehr als 1,3 Millionen Euro ausgeschüttet werden.

Immer war der Presseball ein Treffpunkt des „Who is who“ des deutschen Journalismus und der Hamburger Gesellschaft. Die Medienkrise nach dem Jahr 2000 ging jedoch auch am Presseball nicht spurlos vorbei.

Deshalb hat die Stiftung der Hamburger Presse 2004 und 2005 das Steuer herumgerissen. Mit der Landespressekonferenz Hamburg als ideellem Mitveranstalter steht der Ball seitdem auf einer breiteren Basis. Ein neuer Vorstand hat die Verantwortung für die Stiftung übernommen und das Verhältnis zu allen wichtigen Institutionen der Stadt gefestigt. Zudem ist der Ball 2005 zu seiner ursprünglichen Tradition als klassischer Presseball zurückgekehrt. Mit diesen Maßnahmen ist es gelungen, den Hamburger Presseball wieder zu einem der anerkanntesten Medienbälle Deutschlands zu machen.

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