Marina Friedt (rechts), Vorsitzende des DJV Hamburg und der Laudator Hans-Jürgen Börner mit der Preisträgerin 2018: Kristina Läsker.
Die Preisträgerin Kristina Läsker mit Marina Friedt (rechts), Vorsitzende des DJV Hamburg und dem Laudator Hans-Jürgen Börner.

Der Erich-Klabunde-Preis

Der Erich-Klabunde-Preis wurde 1957 erstmals vergeben und er zählt zu den ältesten deutschen Journalisten-Preisen. Mit diesem Preis wird sozial engagierter Journalismus ausgezeichnet.

Am 27. Januar 2018 erhielt Kristina Läsker, Chefin vom Dienst bei Spiegel Online, für ihren Artikel „Vaterlandslose Gesellen“. Die Autorin beschreibt, wie einige Reeder, die einst als Stützen und der Stolz der Hamburger Gesellschaft galten, ihre Firmen in den Ruin trieben. Dadurch war Hamburg – gemeinsam mit Schleswig-Holstein - gezwungen, die landeseigene HSH Nordbank vorm Kentern zu bewahren; sie hatte viel zu viele Schiffe finanziert. Müsste das Bankhaus nun geschlossen werden, hafteten für die Schulden schlussendlich die Bürger: jeder einzelne Hamburger müsste mehr als 4.400 Euro beitragen.

Die Jury freute sich besonders darüber, in diesem Jahr ein Wirtschaftsthema mit sozialem Schwerpunkt auszeichnen zu können; und eine Geschichte mit viel Systemkritik: Es geht um wirtschaftliche Verflechtungen und politischen Filz, um wenig Verantwortung und viel Betroffenheit.

Kristina Läsker wurde 1971 in Hannover geboren. Nach dem Abitur studierte sie dort und in Namur/Belgien Wirtschaftswissenschaften. Sie arbeitete für Premiere Pay TV, war als Projektleiterin für Wirtschaftsjournalismus bei der Bertelsmannstiftung tätig und von 2002 bis 2015 in verschiedenen Positionen für die Süddeutsche Zeitung. Bevor sie 2016 zum Stern kam, arbeitete sie als Ressortleiterin Wirtschaft beim Weser-Kurier und freiberuflich u.a. auch für Brand Eins und Enorm. Seit Jahresbeginn 2018 ist sie Chefin vom Dienst bei Spiegel Online.

Weitere Informationen zum Erich-Klabunde-Preis finden Sie unter: www.djv-hamburg.de.